Im Jahr 2000 erlebte ein Top-Manager eines amerikanischen Telekommunikationsunternehmens, das sich grade in schwierigen Übernahme-Verhandlungen befand, einen Alptraum: Sein Notebook wurde gestohlen. Irgendwie bekamen die Medien das mit, so wurde er auf einer Pressekonferenz gefragt, was denn auf dem Gerät gespeichert war. Er antwortete lapidar "Everything".
Natürlich kam niemals heraus, wer das Gerät zu welchem Zweck gestohlen hat, aber sicher war auf dem Gerät mehr gespeichert, als die letzen Urlaubsbilder und der Arbeitsvertrag seiner Sekretärin.
Die Speicherkapazität heutiger Notebooks reicht locker aus, um sämtliche Geschäftsgeheimnisse, selbst der allergrössten Firmen, zu speichern. Der Bedarf bestimmter Mitarbeiter immer und überall auf diese Informationen sowie e-mails und andere interne Informationssysteme zugreifen zu können als auch die Notwendigkeit uneingeschränkter Mobilität, sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Warum also sollte ein Angreifer ausgeklügelte FireWall`s und andere Sicherungssysteme überwinden, wenn er durch den Diebstahl des Notebooks eines Entscheidungsträgers viel einfacher an die Daten gelangen kann?
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