Die Sicherheit unserer Computersysteme geht uns alle an.
Das Denken „Ich bin schon nicht betroffen, wer könnte sich schon für mich interessieren....“ ist überholt.
Oder fangen wir anders an:
Sie haben Ihren Computer von einem rennomierten Anbieter gekauft und verwenden ausschliesslich Software, die der Hersteller bereits installiert hat. CD`s, DVD`s, Disketten und USB-Sticks kennen und verwenden Sie nicht. Neue Software kommt also nicht auf Ihren Computer. Und vor Allem: Internet oder andere Datenverbindungen verwenden Sie nicht, Ihr Computer ist nicht mit einem Netzwerk verbunden.
Trifft dies zu, dann können Sie sich beruhigt zurücklehnen, die folgenden Ratschläge richten sich nicht an Sie!
Nachdem dieser Punkt geklärt ist, möchte ich mich nun den tatsächlichen Bedrohungen des Computer-Alltags und der passenden Abhilfe widmen.
Täglich lesen wir von neuen Computerviren, Würmern oder Trojanischen Pferden, die sich noch schneller ausbreiten als ihre Vorgänger, aber was bedeutet das für den „Normal-Anwender“?
Jeder Computer mit Internet Anschluss wird zum Ziel einer Attacke. Je nach konkreter Bedrohung kann die Infizierung eines Computers mit oder ohne Zutun des Anwenders geschehen, wobei zweiteres die grössere Gefahr darstellt. Häufig nutzen Schadprogramme Fehler in Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen aus um sich zu verbreiten.
Das tragische dabei: Die meisten dieser Fehler sind seit langem bekannt und es existieren auch Korrekturen dafür, die in aller Regel sogar kostenlos angeboten werden. Darüber hinaus werden die meisten Computer mit Virenschutzprogrammen ausgeliefert die allerdings aktualisiert werden müssen.
Allein die nachlässige Haltung der Anwender ist in vielen Fällen der Grund, warum sich Computer-Viren explosionsartig vermehren. Das aktuellste Beispiel ist der Virus Mydoom/Novarg oder Bagle.X bzw. Netsky.X, die in der letzen Zeit viel Aufmerksamkeit der Medien genossen.
Es handelt teilweise zwar um gefährliche Viren, die aber ausschliesslich durch Mitwirkung der Anwender verbreitet werden können - obwohl man eigentlich davon ausgehen könnte, dass die zahlreichen ähnlichen Vorkommnise der Vergangenheit zu einem ausreichend hohen Bewusstsein der Anwender geführt hätten.
Jeder einzelne Computeranwender ist hier betroffen. Neben den finanziellen Folgen von Produktionsausfall, Datenverlust oder Wiederherstellung leidet mit jedem Ausbruch eines neuen Virus oder eines Trojaners die Verwendbarkeit des effizientesten Kommunikationsmediums das wir kennen dem Internet. |